Burg Zornfried ist ein Ort der Neuen Rechten. Dorthin kommen ein Journalist und eine Journalistin, die im Verlauf ihres Besuchs die Distanz zu dem verlieren, das sie eigentlich kritisieren. Komponist Philipp Krebs hat im Auftrag des Staatstheaters Kassel diese Oper komponiert; er habe sich – so das Theater - „auf die Suche nach der grotesken Horrorvision neuer deutscher Tonalität“ gemacht. „Im Untergrund seiner avancierten Klangsprache mit großem Orchester raunt es immer mal wieder leitmotivisch, nationalromantische Klänge vermischen sich mit biersaurem Volksmusikschlager und Retro-Kitsch, und unter verlockend-augenzwinkernder Leichtigkeit lauert der tiefbraune Abgrund.“ „.So habe ich gar nicht die ganze Gattung rebellisch auf den Kopf gestellt, sondern die ganze Tradition und ihre Assoziationen hergenommen und mit Humor ein paar Stellschrauben verdreht“, erklärt Krebst selbst im Programmheft-Interview. Die Handlung basiert auf einem Roman von Jörg-Uwe Albig mit gleichem Titel. Von ihm stammt auch das Libretto. Das Publikum sitzt auf der Drehbühne, einige Zuschauerinnen und Zuschauer sind ins Geschehen einbezogen. Zu Beginn wird eine Podiumsdiskussion inszeniert, moderiert von Intendant Florian Lutz. Thema: eine Ausgrabung neben der Interimsspielstätte. „Das Staatstheater Kassel stellt mit ‚Zornfried“ ein spannendes Musiktheaterprojekt zur Diskussion“, schreibt die neue musikzeitung. Foto: Sylwester Pawliczek








