Johann Wolfgang von Goethes Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ veranlasste nicht nur eine Reihe von jungen Männern kurz nach Erscheinen dazu, es dem Titelheld gleichzutun und sich das Leben zu nehmen, sondern auch mehrere Komponisten, das Werk für das Musiktheater zu nutzen. 1892 machte Jules Massenet eine große Oper aus Goethes Roman. Es gehe um „Liebe im Ausnahmezustand“ erklärt Regisseur Felix Rothenhäusler, der das Werk am Theater Freiburg inszenierte. Goethe habe seine beiden Hauptfiguren als Brandraketen bezeichnet. Und genau darum gehe es: „um Intensität, die wir im Alltag oft abdeckeln“. „Und es geht auch um Verletzlichkeit. Deswegen haben wir auf der Bühne ganz viele Blumen“, so Rothenhäusler. Tatsächlich ist die große weiße Scheibe, die die Bühne bestimmt, bedeckt von roten Blüten. „Eine große Inszenierung“, findet die Badische Zeitung. Und: „Die gesamte Orchesterleitung ist ein Ereignis.“ Und bei „Rausgegangen“ ist zu lesen: „Felix Rothenhäusler bringt Massenets Oper zu Goethes Werther mit einer intimen Inszenierung, die das Publikum mitten ins Geschehen zieht.“ Das Foto (Philip Frowein) zeigt Lila Chrisp als Charlotte und Sahel Salam als Werther.








