Wegner akzeptiert Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat das Rücktrittsgesuch von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson angenommen und ihr für ihre Arbeit gedankt. Wedl-Wilson übernehme „politisch und persönlich Verantwortung“, erklärte Wegner, und verdiene dafür Respekt. Fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus steht damit eine Umbildung der schwarz-roten Landesregierung an.

Wegner würdigte Wedl-Wilsons Einsatz für die Berliner Kulturszene. Sowohl als Kulturstaatssekretärin als auch seit 2025 als Senatorin habe sie dazu beigetragen, Kunst und Kultur auch unter schwierigen Bedingungen zu stärken. Zudem habe sie sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt eingesetzt und Maßnahmen gegen Antisemitismus vorangetrieben.

Wedl-Wilson hatte am Morgen ihren Rücktritt angeboten. Hintergrund ist die laut Rechnungshof rechtswidrige Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus. Mit ihrem Schritt wolle sie Schaden vom Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus in Berlin abwenden, erklärte sie.

Wegner kündigte an, dass die Senatsverwaltung künftig eine rechtssichere Grundlage für entsprechende Förderprogramme schaffen werde. Zugleich betonte er, dass Berlin im Kampf gegen Antisemitismus nicht nachlassen werde.