Bei seiner Sitzung am 30. Oktober 2026 befasste sich der Verwaltungsrat der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen mit wichtigen Weichenstellungen für die weitere Entwicklung der Bühnenversorgung. Im Mittelpunkt standen der Jahresabschluss und Lagebericht 2025, die versicherungstechnische Lage, die Entwicklung der Kapitalanlagen sowie die Wirtschaftsplanung für 2027. Im Verwaltungsrat sind Vertreter*innen von Bühnenverein und Gewerkschaften paritätisch vertreten.
Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt sich weiterhin solide. Die Beitragseinnahmen stiegen auf 115,21 Mio. Euro, insbesondere aufgrund höherer Pflichtbeiträge. Die Nettokapitalerträge beliefen sich auf 153,8 Mio. Euro. Mit einer Nettoverzinsung von 3,84 Prozent lag die Verzinsung weiterhin über dem Mischrechnungszins der Anwartschaftsverbände. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf mehr als 4 Mrd. Euro.
Erfreulich für Versicherte und Versorgungsempfänger*innen: Der Verwaltungsrat beschloss erneut eine Dynamisierung der Anwartschaften und Versorgungsleistungen. Dadurch steigen die Versorgungsleistungen in allen Anwartschaftsverbänden. Zugleich konnten die Anwartschaftsverbände 2, 3 und 4 auf das Niveau des Anwartschaftsverbands 1 mit einem Rechnungszins von 4 Prozent angehoben werden.
Rechnungszins der Anwartschaftsverbände – kurz & knapp: Anwartschaftsverbände bündeln die Rentenanwartschaften nach Beitragszeitraum und bestimmen, mit welchem Zinssatz sie später verrentet werden.
➡️ AV1 (bis 2005): Rechnungszins 4,0%
➡️ AV2 (2006–2010): 3,25%
➡️ AV3 (2011–2020): 2,0%
➡️ AV4 (seit 2021): 0,9%
Darüber hinaus wählte der Verwaltungsrat Vertreter*innen in den Arbeitsausschuss und beschloss eine Satzungsänderung. Berichte aus Vorstand und Verwaltung sowie der Austausch über aktuelle Entwicklungen rundeten die Sitzung ab.
Auch bei der Digitalisierung der Altersvorsorge gibt es Fortschritte: Seit Ende 2025 ist die Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen an die Digitale Rentenübersicht des Bundes angebunden. Versicherte können damit ihre Anwartschaften bei der Bühnenversorgung gemeinsam mit weiteren Altersvorsorgeansprüchen digital einsehen.
Ein weiteres Thema waren die Neuerungen bei der Riester-Förderung. Für Versicherte, die diese Förderung bereits über die Bühnenversorgung nutzen und nun einschätzen möchten, ob sich ein Wechsel in das neue System lohnt, stellt die Versorgungsanstalt weiterführende Informationen zur Verfügung. Auf www.buehnenversorgung.de findet sich hierzu insbesondere auch ein Vergleichsrechner.
Die gefassten Beschlüsse stärken die langfristige Stabilität und Nachhaltigkeit der Versorgungsanstalt und bekräftigen das gemeinsame Ziel, den Versicherten auch künftig eine verlässliche und leistungsfähige Altersversorgung zu bieten.
Foto: Jörg Löwer








