Mit einem großen Festumzug und einer spektakulären Tanzaktion hat die Stadt Meiningen ihren berühmtesten Herzog gewürdigt: Georg II. von Sachsen-Meiningen (1826–1914), der als „Theaterherzog“ in die Geschichte einging und als Wegbereiter des modernen Regietheaters gilt. Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zogen am Sonntag im Rahmen des Stadtfestes durch die Straßen der ehemaligen Residenzstadt. Anschließend brachten etwa 1.700 Mitwirkende dem vor 200 Jahren geborenen Herzog mit einer eigens einstudierten Choreografie zur Melodie von „Happy Birthday“ ein tänzerisches Ständchen. Das teilte Kulturmanager Marian Dux mit.
Georg II., Herrscher des einstigen Herzogtums Sachsen-Meiningen, führte das Meininger Theater zu internationaler Bekanntheit. Mit seinen innovativen Vorstellungen von Regiearbeit, Theaterleitung sowie Bühnen- und Kostümgestaltung prägte er das deutsche und europäische Theater nachhaltig. Mehrere Darsteller im Festumzug schlüpften in die Rolle des Herzogs und erinnerten an sein Wirken. Die Stadt strebt an, den Tanz-Flashmob als Weltrekord anerkennen zu lassen. Die dafür erforderliche Mindestteilnehmerzahl von 1.400 Personen sei deutlich überschritten worden, so Dux.
Anlässlich des 200. Geburtstages Georgs II. steht das Jahr 2026 in Meiningen ganz im Zeichen des Herzogs. Unter dem Titel „Georgjahr“ finden zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen statt. Bereits Ende März wurde eine rund zwei Meter hohe Bronzeskulptur des Herzogs enthüllt, geschaffen vom Maler und Bildhauer Markus Lüpertz. Für die zweite Jahreshälfte sind weitere Höhepunkte geplant, darunter eine lange Kaffeetafel für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt.
Foto: Theater Meiningen/Peter Steinwachs








