Darauf haben die Kölner (und nicht nur die) nun 14 Jahre lang gewartet – statt der versprochenen drei. Das Debakel bei der Sanierung der Kölner Oper wollte kein Ende nehmen, die Kostensteigerungen auch nicht. Insgesamt werden die Sanierungskosten auf 1,5 Milliarden Euro gerechnet. Für die Wiedereröffnung, die auch live im WDR TV übertragen wurde, hatte man sich für den „Rosenkavalier“ entschieden, „Heiter, leicht und elegant, versöhnlich, aber dennoch tief in der Empfindung und den Gedanken – und natürlich österreichisch burlesk und zugleich melancholisch abgeklärt“, so beschreibt die Oper Köln das Werk. Die französische Regisseurin Marie-Ève Signeyrole, die international sowohl Filme als auch Opern inszeniert, hatte sich dafür entschieden, die Hosenrolle des Octavian (es spielt eine Frau einen Mann, der eine Frau spielt) als weibliche Rolle zu inszenieren. So wird daraus „eine Frau, die eine Frau spielt, die einen Mann spielt, dann aber auch als Frau bei der Marschallin ankommt“ (neue musikzeitung). Die Verwirrung bei diesem Geschlechtertausch war offenbar zu groß, so beschreiben es die Kritiken. Die Schlafzimmerszene wird zum Filmset, die Feldmarschallin zur Regisseurin des hier gedrehten Films. Immerhin kann jetzt in der Kölner Oper wieder gespielt, gesungen, getanzt werden. Das Foto (Matthias Jung) zeigt Giulia Montanari (Sophie), Christian Miedl (Herr von Faninal), Claudia Rohrbach (Jungfer Marianne Leitmetzerin) und den Chor der Oper Köln.








