Giuseppe Verdis Oper beruht auf dem Melodrama „Le roi s’amuse“ von Victor Hugo von 1832. Nach der Lektüre wusste Verdi gleich, dass sich hieraus ein geeignetes Libretto für eine Oper machen ließe. Librettist Francesco Maria Pieve hielt sich denn auch in großen Teilen an die Vorlage - bis auf einige Änderungen, die auch der Zensur geschuldet waren. Der machtvolle Herzog, der glaubt, sich gegenüber Frauen alles erlauben zu können, entbehrt nicht einer gewissen Aktualität. Den Herzog als Frauenheld und -verführer stellt Regisseurin Anna Drescher differenziert dar: „Ein starkes Bild von innerer Ambivalenz. So entzieht sich Drescher der Schwarz-Weiß-Malerei“, schreiben die Badischen Neusten Nachrichten (BNN), die auch von „starken Bildern und Szenen, die Rico Gerstners Licht in scharfen Akzenten aus dem Schwarz schält“, berichten. „Johannes Willig dirigiert die Badische Staatskapelle wie ein Maler, der mit einem verblüffenden Pinselstrich dem Klang-Gemälde die sogenannte ‚Tinta‘ Verdis verleiht. Der Blick in den Abgrund gelingt mit großartigem Sog“, so der SWR-Rezensent. Und: „Großartig der Herrenchor mit seiner chromatischen Imitation des Windheulens, das der Szene das Unheimliche des entfesselt Animalischen gibt.“ Das Fazit der BNN: „So muss Verdi wirken. Das ist Oper.“ Das Foto (Felix Grünschloß) zeigt Kihun Yoon als Rigoletto, Zacharías Galaviz-Guerra als Graf von Ceprano, Matthias Wohlbrecht als Borsa, Dylan Glenn als Marullo, den Herrenchor des Badischen Staatstheaters und Statisterie.








