"Rienzi" in Kaiserslautern

Richard Wagners „Rienzi“ war die Oper, mit der der Komponist quasi seinen Durchbruch schaffte. 1842 in Dresden uraufgeführt, erlebte sie sofort begeisterte Publikumsreaktionen. Als frühe Wagner-Oper bewegt sie sich noch in der Tradition der „Grand-opéra“. Das vom Komponisten selbst verfasste Libretto basiert auf dem Roman „Rienzi, der letzte Tribun“ des englischen Autors Edward Bulwer-Lytton. Es geht um einen Machtkampf im Rom des 14. Jahrhunderts. Rienzi, eine historisch verbürgte Figur, stellt sich gegen die Herrschaft der römischen Adelsfamilien, sichert sich die Unterstützung des Volkes und wird zum Volkstribun ernannt. Am Schluss aber verliert er seine Macht, das Kapitol steht in Flammen, er selbst verliert darin sein Leben. Das Pfalztheater Kaiserslautern hat nun diese frühe – weniger häufig gespielte – Wagner-Oper auf den Spielplan gesetzt. Regisseur Johannes Reitmeier, früher Chef des Pfalztheaters, heute Intendant des Tiroler Landestheaters Innsbruck (Kooperationspartner bei dieser Inszenierung) entscheidet sich für die Darstellung eines totalitären Staates in der Gegenwart. Von einer „Wagner-Premiere der besonderen Art“ berichtet die Rheinpfalz. Und: „Das Pfalztheaterorchester und vor allem der Pfalztheaterchor fanden unter der Leitung von Generalmusikdirektor Uwe Sandner wieder zu alter Form und begeisterten das Publikum.“ Das Foto (Pfalztheater Kaiserslautern, Andreas Etter) zeigt Wieland Satter als Steffano Colonna, Chor, Extrachor und Statisterie des Pfalztheaters.

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