"Otello" am Theater Krefeld-Mönchengladbach

„Otello ist vielleicht Verdis radikalstes Musikdrama“, schreibt das Theater Krefeld-Mönchengladbach auf seiner Webseite. Und: „Otello ist Oper als existenzielle Zumutung – kompromisslos, modern und von ungebrochener Aktualität.“ In Krefeld führte Roman Hovenbitzer Regie. Gleich zu Beginn zieht die Inszenierung das Publikum in ihren Bann: Der Chor / die Soldaten ziehen in den Zuschauerraum; sie stehen und singen zu beiden Seiten des Publikums. Hovenbitzer inszeniert die innere Gefühlswelt des Titelhelden, der ja kein Held ist. Im Hintergrund zeigt sich ein riesiges Auge. „Roman Hovenbitzers Inszenierung ist gewaltig. Man kann sie nicht abschütteln“, schreibt die Rheinische Post. „Der Musiktheatersparte des Theaters (…) ist mit dieser Produktion erneut ein großer Wurf gelungen; szenisch modern, mit einem raffinierten Dreh, anpackend und musikalisch den höchsten Ansprüchen genügend“, findet die Westdeutsche Zeitung. Der Opernfreund zeigt sich ähnlich begeistert: „Insgesamt gelingt es dem Theater Krefeld zu Saisonbeginn, einen eindringlichen Opernabend auf die Bühne zu bringen, der das Publikum zu begeistern vermag.“ Die Rheinische Post hat viel Lob für die Darsteller*innen der Hauptrollen, und: „Auch die übrigen Solisten und die Chöre sowie das Orchester sind so intensiv, dass sie die dunkle Oper leuchten lassen.“ Foto: Matthias Stutte

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