"Orpheus in der Unterwelt" in Halle

Jacques Offenbach erzählt die Geschichte von Orpheus und Eurydike etwas anders, als wir sie aus der griechischen Mythologie kennen. Ist es dort die große Liebe zwischen den beiden, gibt es in Offenbachs Operette eigentlich nur noch Ehekrach. Die Ehe ist am Ende, und als seine Frau von Pluto in die Hölle entführt wird, zeigt Orpheus nur wenig Bedauern. Wäre da nicht die „öffentliche Meinung“, an der Oper Halle zunächst als Stewardess getarnt – in einem Flugzeug, das bald eine Bruchlandung vollzieht. Übrigens mit Regisseur Patric Seibert als Pilot am Steuer… Diese „öffentliche Meinung“ bringt Orpheus dazu, im Olymp um die Rückkehr der Ehefrau zu bitten. Das ganze führt zu einem turbulenten Ausflug der Götterschar in die Unterwelt. Der Flugzeugabsturz führt zum „Absturz“ des Orchesters in den Orchestergraben. Andreas Wolf  am Pult der Staatskapelle sei der „Glücksfall des Abends“, so die neue musikzeitung (nmz). Von „göttlichem Witz, himmlischen Intrigen und ein höllisch gutem Cancan“ lesen wir bei SIMs Kultur.EU. Und: „Regisseur Patric Seibert (…) entwirft gemeinsam mit Bühnen- und Kostümbildner Kaspar Glarner eine farbintensive, humorvoll zugespitzte Interpretation dieses Klassikers – leichtfüßig, frech und voller Esprit.“ Kunst und Technik berichtet: „Ein Theatervergnügen, das die Lebensbuntheit leuchten lässt.“ Foto: Anna Kolata

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