Neu: digitales interaktives Portal "Verstummte Stimmen" online

Die nationalsozialistische Machtübernahme 1933 setzte an deutschen Opern- und Theaterbühnen eine beispiellose Vertreibungswelle in Gang: Für zahllose Sängerinnen und Sänger, Schauspieler und Schauspielerinnen, Musikerinnen und Musiker sowie Angehörige des technischen- und Bühnenpersonals bedeutete dies das Ende ihrer Karrieren. „Verstummte Stimmen“ macht diese Schicksale dieser aus „rassischen“ oder politischen Gründen Verfolgten sicht- und hörbar.

Eine interaktive Karte erschließt ihre Lebenswege: von bedeutenden Bühnen zu den Orten der Ausgrenzung, des Exils oder der Ermordung. Dabei entsteht eine eindringliche Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart: Die Biografien der Verfolgten werden eingesprochen von Ensemblemitgliedern einiger der wichtigsten deutschen Bühnen, damals wie heute - der Hamburgischen Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden Berlin, der Semperoper und dem Staatsschauspiel Dresden sowie den Staatstheatern Stuttgart.

Das Portal dient so zugleich als Werkzeug für wissenschaftliche Recherche, als digitaler Erinnerungsraum und für die lokalhistorische Spurensuche. Die digitale Plattform „Verstummte Stimmen“ ist ein Projekt in Trägerschaft der Stadt Bayreuth in Kooperation mit Hamburger Staatsoper, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Staatstheater Stuttgart, Semperoper Dresden und Staatsschauspiel Dresden.

Mehr unter

https://verstummte-stimmen.de/