Herausforderung, Wagnis – oder ein „Coup“, wie die FAZ schreibt: Die Deutsche Oper ist mit Karlheinz Stockhausens „Mittwoch aus Licht“, Teil eines siebenteiligen Opernzyklus, in die neue Spielzeit gestartet und hat damit das Werk erstmals szenisch im deutschsprachigen Raum umgesetzt. „Nicht weniger als ein kosmisches Welttheater um Mann und Frau, Gut und Böse, Geburt und Tod“ entwerfe der Klangvisionär Stockhausen in seinem monumentalen Zyklus, so die Deutsche Oper in der Einführung. Anders als in den anderen Teilen werde „im ‚Mittwoch‘ die Utopie der Liebe und der spirituellen Verbindung im Geiste der Musik zelebriert – und der Glaube daran, dass Gemeinschaft und Solidarität möglich sind.“ Höhepunkt des „Mittwoch“ ist das Helikopter-Streichquartett. Die Deutsche Oper hat dafür vier Streicher in je einen Helikopter gesetzt und diese über Berlin kreisen lassen. Das Video ist dann im Rahmen der Inszenierung eine halbe Stunde lang zu sehen und vor allem zu hören. Die Bühne ist ausgestattet mit einem Riesen-Altar. „Möglich, dass diese Art Oper kaum jemand nachvollziehen kann, außer vielleicht die Außerirdischen, denen Stockhausen sich engstens verbunden fühlte“, so der Rezensent von BR Klassik. Aber: „Wer sich auf die esoterischen Erlösungsfantasien von Stockhausen einlassen kann, für den ist diese viereinhalbstündige ‚Mittwochs‘-Zeremonie sicherlich ein geradezu berauschendes Klangerlebnis.“ Besonderes Lob gibt es für den musikalischen Leiter des Abends Maxime Pascal, sein Ensemble Le Balcon und den Chor. Regisseurin Susanne Kennedy könne sich (…) auf herausragende Chor- und Musiker:innenleistungen stützen“, kommentiert die Deutsche Bühne. Foto: Julian Röder








