Der Name – „Borgia“ – ist in roten Großbuchstaben an die Bühnenwand geschrieben (nach der Entfernung des „B“ durch Gennaro bleibt die „Orgia“ übrig, ein Scherz, der schlechte Folgen hat). Headlines über die Familie sind in BILD-Manier zu lesen. Der Bühnenraum könnte ebenso gut ein Gefängnis wie ein Palast sein, sagt Bühnenbildner Fabian Wendling. Lucrecia Borgia ist der Sprössling einer Art Mafia-Familie des Vatikans im Mittelalter. Donizetti breche mit der traditionellen Opera seria und erschaffe ein psychologisch nuanciertes Porträt einer Frau, gefangen zwischen Macht, Schuld und Sehnsucht, so das Nationaltheater auf seiner Webseite. „Rahel Thiels Inszenierung wirkt auf den ersten Blick durchaus konventionell, auf den zweiten und im Fortgang des Abends ist ihre lebendige, mit der Musik gehende Personenführung bestechend“, schreibt die Frankfurter Rundschau. „Dem Mannheimer Nationaltheater gelingt mit Donizettis „Lucrezia Borgia“ ein stimmlich wie musikalisch herausragender Opernabend“, findet die Rhein-Neckar-Zeitung. Und auf IOCO ist zu lesen: „Viel Applaus für den Herrenchor des NTM unter der Leitung von Alistair Lilley, der seine vielfältige und gewichtige Rolle mit Bravour bewältigte.“ Am Schluss gab es jubelnden Applaus des Premierenpublikums. Das Foto (Christian Kleiner) zeigt Estelle Kruger als Lucrezia, Sung Min Song als Gennaro und das Ensemble des Nationaltheaters Mannheim.








