„Das ist die Oper, die der Hangar braucht“, titelt der Tagesspiegel anlässlich der Spielzeiteröffnung der Komischen Oper Berlin, die jetzt schon traditionsgemäß im Hangar 4 des Flughafens Tempelhof stattfand. Nach Harry Kupfer (1983) und Hans Neuenfels (2009) ist Barrie Kosky bereits der dritte Regisseur, der Aribert Reimanss 1978 uraufgeführte Oper für die Komische Oper inszeniert, diesmal eben auf der riesigen Fläche des Hangars. Kosky setze auf die Magie des Ortes, so der Online-Merker. Ein unaufwändiges Bühnenbild und großer Lichteinsatz helfen dabei. Lear ist hier ein Mensch der Gegenwart, eine Art Businessman im Anzug, am Ende verloren und verzweifelt. Dieser „Blow-up ins Großformat“ sei überzeugend gelungen, findet die neue musikzeitung (nmz). Das Ensemble herrsche mit aufopferungsvollem Spiel über die weiten Strecken, „mit streckenweise berauschtem wie berauschenden Gesang über die weite Skala des Reimannschen Ausdrucksspektrums.“ Und: „Alle (…) trugen mit Verve dazu bei, dass aus Reimanns Oper so ein shakespearehaftes Welt(untergangs)theater wurde. Gleichermaßen Chor und Orchester der Komischen Oper sowie Nicholas Carter, der, mit dem Co-Dirigenten, alle Fäden zuverlässig zusammenführte. Großer Jubel.“ Foto: Monika Rittershaus








