Vincenzo Bellinis Oper wurde „vom Hit zur Rarität“, wie dem Programmheft des Badischen Staatstheaters zu entnehmen ist. 26 Aufführungen erlebte sie in der ersten Spielzeit und wurde dann in ganz Europa und darüber hinaus gespielt. Dass sie in Vergessenheit geriet, hat möglicherweise mit der etwas wirren Handlung zu tun, die man ohne Voraus-Erklärung nicht versteht, zumal der der Oper zugrundeliegende Roman von Victor d'Arlincourt zunehmend in Vergessenheit geriet. „Die Fremde“, Titelfigur der Oper, sollte eigentlich Königin werden, fristet aber ihr Dasein in einem kleinen Ort, wo sie Misstrauen erregt, schließlich sogar des Mordes bezichtigt wird. „Anhand der Hauptfigur Alaide werden zentrale Themen der Romantik verhandelt: ‚Fremdsein‘ und ein Leben in der ‚Fremde‘“, so die Ankündigung auf der Webseite des Theaters. Regisseur Robias Ribitzki hat sich für eine halbszenische Inszenierung entschieden und dieser eine Moderation eingefügt, um das Geschehen verständlich zu machen und ein wenig Humor in die düstere Geschichte zu bringen. Die Personenführung von Tobias Ribitzki erweise sich „als sehr effizient bei der Erzählung der wirren Handlung“, lesen wir auf Klassik begeistert. Die Badischen Neuesten Nachrichten berichten von der „stimulierenden Leitung von Attilio Cremonesi, der die glühende Leidenschaft, den elegischen Grundton und die romantische Klangwelt des Werkes bezwingend zum Ausdruck bringt und die Aufführung mit kräftigen Akzenten (...) trägt (…)“. Klassik begeistert meint: „In schwarzem Kleid und Anzug gekleidet singt der Badische Staatsopernchor einstudiert von Ulrich Wagner in dieser halbszenischen Aufführung mit der Partitur in der Hand und erledigt seine Aufgabe mit höchster Professionalität.“ Und die Rheinpfalz: „Vorzüglich sind die Chöre.“ Das Foto (Felix Grünschloß) zeigt Ina Schlingensiepen als Alaide.








