Brigitte Fassbaender hat an der Nürnberger Staatsoper Mozarts Oper inszeniert, in der die Liebe verworrene Wege geht. Am Ende und nach einem turbulenten Hin und Her der Beziehungen, der Gefühle und der Eifersucht finden sich die Paare. Ob es sich um eine rein komische, um eine ernste oder um etwas „Dazwischen“ handelt, wurde in der Rezeptionsgeschichte der Oper immer wieder diskutiert. Fassbaender hat das Werk deutlich gekürzt, damit gelingt es ihr, die verworrenen Beziehungen verständlich zu machen. „Es bleibt erstaunlich, dass aus den Typen der Komödie durchaus Individuen werden“, schreibt der Opernfreund. „Die Regisseurin nutzt die italienische Originalfassung, strafft diese aber klug und gibt dem Geschehen eine Klarheit, die notwendig ist, um im tragisch-komischen Gemisch von Mozarts frühem 'dramma giocoso' nicht den Überblick zu verlieren“, finden auch die Nürnberger Nachrichten. Der Münchner Merkur kommentiert: „Brigitte Fassbaender bringt „La Finta Giardiniera“ in Nürnberg völlig plausibel auf die Bühne – mit einem hervorragenden Ensemble.“ „Gesungen wird ganz großartig“, berichtet der Bayerische Rundfunk. Und: „Dirigent Christopher Schumann ging mit sehr forschem, ja fast schon überstürztem Tempo an die Arbeit. Dieser 'Drive' passte sehr gut zur kontrastreichen, ungestümen Partitur (...) Insgesamt eine gelungene Premiere, die sehr freundlich beklatscht wurde.“ Das Foto (Ludwig Olah) zeigt Corinna Scheurle als Cavaliere Ramiro, Sergei Nikolaev als Contino Belfiore und Chloë Morgan als Sandrina.








