"La Belle et la Bête" in Augsburg

1946 drehte Jean Cocteau einen Film nach dem französischen Märchen „La Belle et la Bête“ – Die Schöne und das Biest. Die Schöne – Belle – nimmt die Strafe für den Vater auf sich und gerät in Gefangenschaft des Biests, das sich in sie verliebt. Zunächst ohne Gegenliebe, aber das ändert sich bis zum Happy End. In den 1990er Jahren schrieb der amerikanisch Komponist Philip Glass zum Film einen eigenen Soundtrack. Jetzt wurde diese Musik auf der Augsburger Bühne als Musiktheater gespielt. Nicht alles überzeugte die Kritiker an der Inszenierung, aber vor allem die „Kampfchoreografie“ (mit echtem Wrestler) von Georges Khoukaz sorgte für Begeisterung. „George Khoukaz hat eine Kampfchoreografie entwickelt, die das Brodeln der Gewalt und der Verzweiflung rüberbringt - ganz im Sinne der Musik“, so der Deutschlandfunk. Das Biest steht quasi zweifach auf der Bühne, als „Seele“ und „Aktion“. Die Augsburger Allgemeine berichtet von einer „verspielten, cleveren Inszenierung auf der Suche nach Liebe und Selbstliebe, gegen das Unheimliche in jedem Menschen“. Und in Orpheus lesen wir, die Oper erklinge von den Augsburger Philharmonikern unter Domonkos Héja „suggestiv und farbig". Das Publikum reagierte begeistert. Das Foto (Jan-Pieter Fuhr) zeigt Jihyun Cecilia Lee als Adélaide und Olena Sloja als Félicie.

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