In den Jahren zwischen 1918 und 1924 entstanden erzählt diese Oper, oder das „Mysterium“, als das Komponist Karol Szymanowski sein Werk selbst bezeichnet, vom Widerstreit zwischen Vernunft und Hemmungslosigkeit. Er spielt sich ab in der Figur des Königs Roger, der sich vom Hirten alias Dionysos stark angezogen fühlt. Er schwankt „zwischen Staatsräson und Akzeptanz“, so das Theater Regensburg, wo Intendant Sebastian Ritschel selbst inszenierte. Roger entscheidet sich am Schluss für einen eigenen Weg bzw. für die Suche danach. Am Theater Regensburg werde aus der Geschichte „eine sehr aktuelle, fesselnde Parabel“, berichtet BR Klassik. Die düstere Atmosphäre, die das Bühnenbild ausstrahlt, passt zum Gefühlskampf des Königs, der auch eine homoerotische Tendenz umfasst. „Das alles ist optisch so nüchtern, dass es Szymanowskis grandioser Musik obliegt, vom Rausch der Verführung zu künden, und das tut sie in Regensburg auf beeindruckende Weise“, schreibt die neue musikzeitung (nmz). Und: „Auch Lucia Birzer hatte Chor, Extrachor und die Kinder des Cantemus-Chors hervorragend auf ihre Aufgaben vorbereitet.“ „Auch der Chor erweist sich der ausladenden Partitur jederzeit gewachsen“, bestätigt der BR. Das Foto (Gerhard WH Schmidt) zeigt Martin Enger Holm als Hirte sowie den Opernchor des Staatstheaters Regensburg und den Cantemus Chor.








