"Der Florentiner Hut" an der Semperoper Dresden

Nino Rota gilt als Filmkomponist par excellence: Mit dem „Florentiner Hut“ hat er eine Boulevard-Komödie vertont, die es in sich hat. Eine Hochzeitsgesellschaft macht sich auf die Jagd nach einem (heilen) Florentiner Hut. Es kommt zu Verwechslungen, turbulenten Szenen und kleineren Eifersuchtsdramen. Am Ende geht natürlich alles gut aus. Auf der Bühne sehe man eine „große Hutschachtelstadt“, erklärt Bühnenbildner Friedrich Eggert; in jeder Schachtel warte eine neue Überraschung. Und der Regisseur der Inszenierung an der Dresdner Semperoper, Bernd Mottl, erzählt: „Wir haben uns bewusst für eine nostalgische Schwarz-Weiß-Optik entschieden, weil man durch die Konzentration auf Muster und Silhouetten die Unterschiedlichkeit der Charaktere noch besser herausarbeiten kann.“ „Regisseur Bernd Mottl hat faszinierende Ideen, wie die verrückten Ereignisse durch Spielideen und szenische Angebote noch übertrumpft werden. (…) Dabei wird nicht nur mitreißend gespielt, sondern auch bewegend gesungen“, schreibt die Sächsische Zeitung. „Die Besetzung ist nicht anders als großartig zu bezeichnen. Alles in allem eine kurzweilige, gesanglich hochkarätige und regielich glänzende, ja mitreißende Aufführung von Seltenheitswert“, findet der Opernfreund. Die Dresdner Morgenpost kommentiert: „„Die Staatskapelle unter Leitung van Daniele Squeo beweist einmal mehr, wie gut sie außer Schwere auch Leichtigkeit kann.“ Und die neue musikzeitung (nmz): „Der Chor tritt in ziemlich großer Besetzung an, klingt beim Aufmarsch der Wache à la Meyerbeer und auch sonst delikat (Einstudierung: Jonathan Becker).“ Das Premierenpublikum zeigte sich begeistert. Das Foto (Mark Schulze Steinen) zeigt Dalia Medovnikov als Modistin, Piotr Buszewski  als Fadinard) und den Sächsischen Staatsopernchor Dresden.

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