Die anrührende Geschichte der Karmelitinnen von Compiègne, die um ihres Glaubens willen in den Tod gehen, und um die junge Novizin Blanche, die freiwillig das Schicksal ihrer Glaubensschwestern teilt, hat am Staatstheater Saarbrücken geradezu frenetische Begeisterung ausgelöst, sowohl beim lang anhaltend applaudierenden Premierenpublikum als auch bei den Rezensenten. „Das Werk eröffnet einen Raum, in Zeiten politischer Radikalisierung über die Rolle von Verbundenheit nachzudenken und zu fragen, ob Religion noch Resonanz in demokratischen Gesellschaften erzeugen kann“, so führt das Theater das Werk in der Ankündigung ein. „Michael Schulz‘ Inszenierung von ‚Dialogues des Carmélites‘ steht im Spannungsfeld der ganz großen Gefühle, in der bei den ProtagonistInnen mal echte Tränen fließen, mal pure Verzweiflung offenbar wird und mal eine solche Angst, die bis in die Knochen kriecht“, lesen wir im OPUS Kulturmagazin. Vom „hochemotionalen Bildertheater, das im Kopf viele weitere Bilder entstehen lässt“, berichtet der Saarländische Rundfunk (SR). Und: „Die Stringenz der Regie beleuchtet jede Figur als eigene Welt, eingebettet in einen atmosphärischen Rahmen, den Poulencs Musik weiträumig ausfüllt.” Der Chor singt teilweise vom Rang auf Bühne und Publikum herab. Margot Genet in der Rolle der Blanche, „aber auch alle SolistInnnen und der Chor singen und spielen auf höchstem Niveau“, berichtet OPUS. Und noch einmal der SR: „Tatsächlich aber hat man eine der besten, packendsten und präzisesten Operninszenierungen erlebt, die in Saarbrücken je gezeigt wurden.” Das Foto (Pedro Malinowski) zeigt Mitglieder des Ensembles und den Damenchor.








