Bessere Bezahlung der Beschäftigten von Theatern und Orchestern in Sachsen

Nun ist es amtlich: Nachdem Ende 2018 bereits der Sächsische Landtag zusätzliche Mittel bewilligt hatte, um den Bühnen im Freistaat die Rückkehr zum Flächentarifvertrag zu ermöglichen, hat nun auch das Kabinett zugestimmt. In den nächsten vier Jahren werden demnach 40 Millionen Euro zusätzlich für die sächsischen Kulturräume freigegeben. Davon sind 28 Millionen Euro (7 Millionen Euro pro Jahr) für die Anhebung der Gehälter der Tarifbeschäftigten an neun kommunalen Theatern und Orchestern sowie für die Erweiterung des Kulturangebotes dieser Einrichtungen vorgesehen. Die Trägerkommunen tragen zusätzlich jeweils 30 Prozent der für die Gehälteranpassung nötigen Mittel. Zu den Bühnen, die ab dem 1. Januar 2019 vom HTV zum Flächentarif übergehen, gehören das Theater Plauen-Zwickau, das Mittelsächsische Theater Freiberg-Döbeln, das Gerhart Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau und das Städtische Theater Chemnitz. Im Mittelsächsischen Theater Annaberg-Buchholz konnte der Haustarif von bisher 90,1 Prozent auf jetzt 95 Prozent vom Flächentarif angehoben werden. Die Regelung gilt zunächst bis 2022. Für die Künstlergewerkschaften, die seit Jahren für eine Rückkehr zum Flächentarif gekämpft haben, ist diese Entwicklung ein großer Erfolg. Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange erklärte, die Theater und Orchester gewährleisteten mit ihrer künstlerischen Arbeit, dass in der Fläche des Landes überall hochwertige kulturelle Angebote genutzt werden könnten. „Das sorgt für eine hohe Lebensqualität und Zufriedenheit der Menschen jenseits der Großstädte.“