Leitbild

Die Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer ist Berufsvereinigung und Gewerkschaft der darstellenden künstlerischen Kollektive an den deutschen Bühnen.

Die VdO hält bis heute das berufsgewerkschaftliche, demokratische Organisationsprinzip für das der Vertretung der Arbeitnehmerinteressen angemessenste; gesamtgewerkschaftliche Solidarität schließt es ein. Mag auch ihre Aufgabenstellung sich aktuell verlagert haben und angesichts der finanzwirtschaftlichen Situation der öffentlichen Hand eher in die Defensive geraten sein, betrachtet sie sich gerade deshalb nicht nur als Interessenvertretung ihrer Mitglieder, sondern auch als Interessenvertretung des deutschen (Musik-) Theaters.

Die VdO

  • ist Berufsverband und Gewerkschaft der Mitglieder der Opernchöre und Tanzgruppen der deutschen Bühnen
  • ist Tarifpartner des Deutschen Bühnenvereins; nur für Gewerkschaftsmitglieder entfalten die mit dem Deutschen Bühnenverein ausgehandelten Tarifverträge unmittelbare Wirkung
  • führt u.a. die notwendigen Haustarifverhandlungen und kämpft dabei für den Erhalt der kulturellen Vielfalt und Infrastruktur in Deutschland und tritt für den Erhalt der künstlerischen Arbeitsplätze ein
  • berät ihre Mitglieder in allen Rechtsfragen aus dem Arbeits-, Sozial- und Urheberrecht;
  • leistet Rechtsschutz vor den speziell für dieses Berufsbild eingerichteten Schiedsgerichten für Opernchöre sowie vor den Arbeits-, Sozial- und Zivilgerichten bei allen aus dem Arbeitsverhältnis herrührenden Streitigkeiten
  • bietet Sicherheit bei Streik und Aussperrung durch Zahlung von Unterstützungen
  • verfügt über Sachkompetenz und ist in wichtigen Institutionen wie z.B. im Verwaltungsrat der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (VddB), im Beirat der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und in der International Federation of Actors (FIA) vertreten
  • gibt die Fachzeitschrift Oper & Tanz heraus, die ihre Mitglieder kostenlos erhalten
  • vertritt unabhängig die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Interessen ihrer Mitglieder und
  • sorgt für berufsspezische angemessene Arbeitsbedingungen und steht als Ansprechpartner für die Belange ihrer Mitglieder zur Verfügung

Die VdO verfolgt als Berufsverband satzungsgemäß den Zweck, die kulturellen, sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen, einschließlich des Leistungsschutzes, ihrer Mitglieder zu vertreten und den Nachwuchs zu fördern sowie bei allen mit dem Berufsbild verbunden auftretenden Schwierigkeiten behilflich zu sein.

In erster Linie geschieht dies durch regelmäßige Verhandlungen mit dem Deutschen Bühnenverein (DBV) zur Anpassung des Flächentarifvertrags bezüglich Gagenerhöhungen und Regelungen der allgemeinen Arbeitsbedingungen wie Arbeitszeit, Freizeit, Urlaub und Vergütung sowie der maßgeblichen sozialen Bedingungen wie Entgeltfortzahlung, Jubiläumszuwendungen, ergänzende Leistungen etc.. Ergänzend hierzu führt die VdO selbstverständlich auch die entscheidenden Verhandlungen zu Haustarifverträgen an einzelnen Häusern für ihre Mitglieder und ist direkt vor Ort behilflich bei Verhandlungen zu individuellen und kollektiven Honorarvereinbarungen und/oder Kompensationsmöglichkeiten.

Die VdO hat Sitz und Stimme im Arbeitsausschuss und Verwaltungsrat der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (VddB), über die alle künstlerisch Beschäftigten an deutschen Bühnen zur zusätzlichen Altersvorsorge versichert sind und vertritt auch hier die Interessen ihrer Mitglieder.

Weiters unterstützt die VdO ihre Mitglieder in allen Belangen, die ihnen unmittelbar und mittelbar aus ihrer beruflichen Tätigkeit heraus entstehen und beantwortet Fragen, die sich aus dem Beruf und in Verbindung mit ihm stellen.

Selbstverständlich bietet die VdO ihren Mitgliedern auch individuelle Rechtsberatung und Rechtsschutz, vertritt sie in Rechtsverfahren bei den jeweils zuständigen Gerichten und liefert eine umfangreiche Betreuung über die ehrenamtlich tätigen Delegierten der Ortsverbände an den einzelnen Häusern, die Vorsitzenden der Landesverbände, die Bundesdelegiertenversammlung und den Bundesvorstand. Dies sind alles Kontaktpersonen, die für die Mitglieder stets ansprechbar und erreichbar sind.

Darüber hinaus versteht sich die VdO als Mittler hinsichtlich sozial- und gesellschaftspolitischer Belange vor allem ihres speziellen Klientels.

Da die VdO über einen äußerst schlanken und beweglichen hauptamtlichen Apparat verfügt, ist es ihr möglich, ihre finanziellen Ressourcen sehr flexibel und effizient zum Einsatz zu bringen. Das über alle Maßen zu schätzende Engagement der ehrenamtlichen Funktionsträger, die alle aktiv in ihrem jeweiligen künstlerischen Beruf tätig sind, stellt hierbei einen intensiven und dauernden Kontakt zur Basis unserer Vereinigung - den Mitgliedern - sicher und gewährleistet, dass Themen, Fragen oder Probleme unverfälscht und zeitnah besprochen, beantwortet und gelöst werden können.

Wir als Künstler und Theatermenschen sind alle individuell - aber nur stark als Gemeinschaft.