Rechtsstreit zwischen Freistaat Sachsen und Serge Dorny beendet

Im Rechtsstreit mit Serge Dorny hat das Sächsische Kunstministerium eine zweite Niederlage erlitten. Dorny war 2013 designierter Intendant der Sächsischen Staatsoper, trat aber sein Amt nie an. Ursache waren wohl Unstimmigkeiten und Kompetenzstreitigkeiten mit Chefdirigent Christian Thielemann. Dorny war seinerzeit fristlos entlassen worden, hatte aber geklagt und in erster Instanz vor dem Landgericht Recht bekommen. Nun hat das Oberlandesgericht Dresden die Berufung des Freistaats zurückgewiesen. Der Freistaat hat in einer Erklärung nun den Rechtsstreit für beendet erklärt. Beendet ja – aber...Weiterlesen

Erste Theaterfusion in Mecklenburg-Vorpommern ist vollzogen

Die erste Theaterfusion in Mecklenburg-Vorpommern als Ergebnis langjähriger Verhandlungen ist perfekt: Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin und das Landestheater Parchim bilden zukünftig das Mecklenburgische Staatstheater. In Rostock wurde der Vertrag für die Fusion unterzeichnet. Die Sparpolitik des Landes hatte zu dieser Option geführt. Zwischenzeitlich hatten Spartenschließung oder Insolvenz gedroht. Nun gibt es also an zwei Standorten sechs Sparten. Das Land Mecklenburg-Vorpommern wird Gesellschafter des neuen Fusionstheaters und hält zukünftig 74,9 Prozent. Schwerin und der...Weiterlesen

Scharfe Kritik der Grünen an der Bayreuther Festspielleitung

Klare Worte kommen von der Fraktion der Grünen und Unabhängigen im Bayreuther Stadtrat. In einer Pressemeldung erklärt Stefan Schlags, Stadtrat und stellvertretender Fraktionsvorsitzender, dass seine Fraktion der Erhöhung des Zuschusses um 114.151 Euro an die Festspiele nicht zustimmen werde. „Wir erkennen zwar grundsätzlich an, dass die Festspiele tariftreu sind und sehen den tariflichen Mehrbedarf“, so Schlags. Die Gegenfinanzierung durch Einsparungen an anderer Stelle sei jedoch nicht ausreichend geprüft. „Wir verweisen nur auf das von der Festspielleitung bestellte millionenschwere...Weiterlesen

Verbandsnachrichten

Tariferhöhung an Theatern und Orchestern – Künstler bekommen mehr Geld

18.05.2016 | Der Deutsche Bühnenverein als Arbeitgeberverband der Theater und Orchester hat sich am vergangenen Wochenende mit den Künstlergewerkschaften GDBA (Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger), VdO (Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer) sowie DOV (Deutsche Orchestervereinigung) auf eine Gagensteigerung für die an den Stadttheatern, Staatstheatern und Landesbühnen beschäftigten künstlerischen Mitarbeiter verständigt. Die Gagen werden zum 1. März 2016 für die Theater und Orchester in der Trägerschaft eines Landes um 2,3 Prozent, mindestens aber um 75,- Euro erhöht, für die Theater...Weiterlesen

Theater Hagen: Künstlergewerkschaften verlangen Unterstützung

08.04.2016 | Die Künstlergewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) fordern die Stadt Hagen auf, auf den vorgesehenen Knebelvertrag mit einem neuen Intendanten für das städtische Theater zu verzichten. Dass der ab 2018 amtierende Theaterleiter als Einstellungsvoraussetzung eine weitere Kürzung des Etats von 10 Prozent um 1,5 Millionen Euro akzeptieren soll, betrachten die Gewerkschaften als unseriös. Tobias Könemann, Geschäftsführer der VdO, sagt voraus: „Zu solchen Bedingungen wird man keine qualifizierten Bewerber...Weiterlesen

GDBA und VdO erheben Verfassungsbeschwerde gegen das Tarifeinheitsgesetz

18.03.2016 | Die Künstlergewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. (VdO) haben gegen das Tarifeinheitsgesetz Verfassungsbeschwerde erhoben. Prozessbevollmächtigte ist die ehemalige Bundesjustizministerin Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin. Nach Auffassung der beiden Künstlergewerkschaften verstößt das Tarifeinheitsgesetz gegen die im Grundgesetz garantierte Koalitionsfreiheit (Art. 9 Abs. Abs. 3), den Gleichheitssatz des Art. 3 GG sowie die Balance zwischen Kunstfreiheit (Art. 5 Abs. 3 GG) und Sozialstaatsgebot (Art. 20 Abs. 1...Weiterlesen

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