"Wilhelm Tell" in Hildesheim

Nicht zum ersten Mal beschäftigt sich das Theater für Niedersachsen (tfn) spartenübergreifend mit einem Thema. In dieser Spielzeit ist es die Geschichte um den Schweizer Freiheitskämpfer Wilhelm Tell. Gestartet wurde mit der Oper „Guillaume Tell“ von Rossini, es folgen Schillers Schauspiel und das Musical „Tell – das Musical“ von Wolfgang Adenberg. An einem Projekttag schließlich werden alle drei Produktionen zu erleben sein. Teil eins wurde von der Kritik schon einmal begeistert aufgenommen. Die neue musikzeitung (nmz) vermerkt: „Desto mehr erfreut der starke und souveräne Zugriff der fulminanten tfn_philharmonie, des Chors sowie eines hervorragenden Soloensembles sogar in den strapaziösen Hauptpartien. Chordirektor Achim Falkenhausen formte eine kantige Sternstunde.“ Dieser Eindruck wird noch untermauert: „Weil Achim Falkenhausen ‚seinen‘ Opern- und Extrachor seit Jahren genau kennt, besetzt er die Personen und Stimmen ebenso raffiniert wie unkonventionell. Sogar die verschiedenen Kantontruppen bleiben beim Rütlischwur gegen die österreichische Oberherrschaft individualisiert erhalten.“ „Vor allem die Sängerinnen und Sänger, der Chor, das Orchester und Dirigent Achim Falkenhausen werden umjubelt, denn da war Außergewöhnliches zu hören“, schwärmt auch die Hildesheimer Allgemeine Zeitung. Und die „kulturfeder“ urteilt: „Isabel Ostermanns Stärke liegt in der Personenführung. Sie entwickelt die Konflikte aus den Beziehungen, statt die Figuren zu bloßen Stellvertretern politischer Positionen zu machen.“ Das Foto (Tim Müller) zeigt Arnold Melcthal und den Herrenchor des Theaters für Niedersachsen.

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