"Innocence" in Bremen

Diese Oper der finnischen Komponistin Kaija Saariaho macht deutlich, dass ein traumatisches Geschehen lange nachwirken kann, auch wenn die Beteiligten versuchen, es hinter sich zu lassen. Die Hochzeit von Tuomas mit Stela gerät aus den Fugen: Der Bruder des Bräutigams hatte vor zehn Jahen bei einem Amoklauf an einer Schule Mitschüler und eine Lehrerin getötet. Die Braut erfährt erst am Tag der Hochzeit davon. Nach und nach wird aufgedeckt, dass die Schuld nicht allein beim Täter lag: Mobbing oder Wegsehen haben ihren Teil zur Katastrophe beigetragen. Gesungen wird in mehreren Sprachen. Das Bühnenbild besteht aus Schrägen: Sinnbild dafür, dass an diesem Tag alles in eine Schieflage gerät. „Am Goetheplatz ist vielleicht die eindringlichste Inszenierung dieser Oper seit deren Uraufführung im Jahr 2021 gelungen“, schreibt die Kreiszeitung. Andere Kritiken sind nicht weniger begeistert. „Besetzt ist das ganz herausragend. Da muss sich niemand im vermeintlich kleinen Bremen verstecken. (…) Eine großartige Ensemble-Leistung“, so der Deutschlandfunk. Und Bremen 2 berichtet: „Die Bremer Philharmoniker, die Solistinnen und Solisten, allen voran einmal mehr Nadine Lehner, und der Chor des Theaters haben wirklich viel zu spielen und zu singen.“ Das Foto (Jörg Landsberg) zeigt Nadine Lehner (Tereza), Océane Pardes (Iris, Schülerin 3), Venla-Ilona Blom (Markéta, Schülerin 1), Valentin Fruntke (Anton, Schüler 4), Jasin Rammal Rykala (Priester), Nathalie Mittelbach (Cecilia, Lehrerin), Ioulia Spanou (Alexia, Schülerin 6), Rodrigo Andrade (Jerónimo, Schüler 5), Michal Partyka (Henrik, Schwiegervater) und Laura Hilden Lily, Schülerin 2).

Zur Premierenübersicht