"Fidelio" in Schwerin

„Im Inneren war ich immer frei.“ Dieses Zitat der belarussischen Widerstandskämpferin Maria Kalesnikava setzen das Mecklenburgische Staatstheater bzw. Regisseurin Kerstin Steeb als eine Art Motto über Beethovens einzige Oper. Steebs Inszenierung beschäftige sich mit der Wirkung von Angst, gleichzeitig werde die Verknüpfung Leonores mit der aktuellen politischen Figur zu einer „zeitgenössischen Geschichte über die Kraft, sich gemeinsam gegen Unterdrückung zu erheben“, so das Theater in der Einführung. Einige Texte Kalesnikavas werden in Beethovens Musik integriert. „Die Chorfrauen wurden gestärkt, sie haben auch Sprechrollen bekommen“, berichtet der NDR. Ihre Aufgabe ist es, die Ideen der Widerstandskämpferin ins Spiel zu bringen, und zu zeigen, wie sich in Belarus die Frauen vom Privaten ins Politische entwickelt haben, so berichtet es Steeb im NDR-Interview. Der Nordkurier äußert Zweifel am Gelingen der Umsetzung einer an sich guten Idee, hat aber Lob für einige der Sänger*innen. Vor allem Brian Davis als Don Pizarro überzeuge. „Der scharf charakterisierende Brian Davis weiß (…) eindrucksvoll aufzutrumpfen.“ Das Foto (Silke Winkler) zeigt den Damenchor des Mecklenburgischen Staatstheaters, Karen Leiber als Leonore und Anna Cavaliero als Marzelline.

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