03.07.2026 | Das Land Niedersachsen steigt wieder in Tarif-Co-Finanzierung für die kommunalen Theater ein: Nach jahrelangem Protest von Orchestern und Theatern – organisiert unter anderem in der Initiative #RetteDeinTheater – hat sich die niedersächsische Landesregierung bewegt. Im Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028 ist ein Kulturpaket vorgesehen, das die Co-Finanzierung von Tarifsteigerungen wieder aufnimmt.
Ab 2027 sollen dauerhaft 9 Millionen Euro zusätzlich in die Kulturförderung fließen, 2028 steigt der Betrag auf 10,5 Millionen Euro. Insgesamt profitieren 23 Projektlinien, Verbände und Institutionen. Kulturminister Falko Mohrs betont, das Land wolle damit bislang nicht fest verankerte Förderungen verstetigen, in bauliche Maßnahmen investieren und Tarifkostensteigerungen ausgleichen. In den kommenden zwei Jahren stellt Niedersachsen demnach insgesamt 19,5 Millionen Euro zusätzlich für Kultur und Ehrenamt bereit.
Besonders profitieren sollen die sieben Theater und Orchester in kommunaler Trägerschaft: Ab 2027 erhalten sie 2 Millionen Euro mehr Grundförderung – eine Million davon aus der bislang befristeten Politischen Liste, die nun verstetigt und um eine weitere Million aus dem Landesbudget aufgestockt wird. 2028 soll die zusätzliche Förderung auf 3,5 Millionen Euro jährlich steigen. Insgesamt würde die Landesunterstützung für die kommunalen Bühnen damit auf rund 37,3 Millionen Euro anwachsen – ein Plus von 29,5 Prozent seit Beginn der Legislaturperiode.
Minister Mohrs bezeichnete die kommunalen Theater als „tragende Säule des kulturellen Lebens" in Niedersachsen, die Vielfalt sichere und Räume für gesellschaftlichen Dialog schaffe. Die zusätzliche Förderung solle die Kommunen dabei unterstützen, die gestiegenen Kosten zu bewältigen.
Christine Stein, Geschäftsführerin der VdO, kommentiert: „Endlich hat sich das Land bewegt – das ist ein wichtiger Erfolg für unsere Mitglieder in Niedersachsen. Über Jahre haben unsere Kolleg*innen immer wieder vor dem Landtag demonstriert und für eine auskömmliche Finanzierung der kommunalen Theater und Orchester gekämpft. Dieser langjährige Einsatz zahlt sich jetzt aus."








