Die erste Tanztriennale ist mit Erfolg in Hamburg gestartet

(PM) Erstmalig findet in Hamburg die Tanztriennale statt. Für die Tanzszene ist dieses große Forum essenziell als Ort des Austauschs, der Inspiration und des Perspektivwechsels. Der Fokus ist weit größer als der eines Branchentreffs, sondern zielt auf die Impulse und das Engagement, welche Künstler*innen, Tanz-Communities und Tanzvermittler*innen in die Gesellschaft einbringen.

Am Sonntag hat mit einer großen tänzerischen Parade die erste Tanztriennale begonnen. Hunderte Tänzer*innen – aus diversen Communities, aus der freien Tanzszene und aus Tanzschulen und Vereinen zogen mit dem tanzenden Publikum durch die Hansestadt Hamburg. Eine inspirierende und bewegende Vielfalt der Tanzstile und Tanzkulturen. Gestern, am 17.6. begrüßten Veranstalter und Förderer die internationalen Gäste und die bundesweite Tanzszene mit drei Produktionen des CCN Ballet de Lorraine.

Die Tanztriennale ist der neue Tanz-Leuchtturm in der Förderung der Kulturstiftung des Bundes (KSB). Sie ist internationales Festival und hat sich zugleich in der monatelangen Vorbereitungsphase tief in der Stadtgesellschaft verwurzelt, mit den Themen der Stadt und den Menschen verbunden.

Im Programm sind aktuelle Produktionen von internationalen Companien und in Hamburg arbeitender Choreograf*innen. Spielorte sind Studios, Kunstorte, öffentliche Plätze, die Hallen von Kampnagel wie auch die Hamburgische Staatsoper. Eine Diskussionsforum bringt Tanzpublikum und Bürgerschaft mit Künstler*innen, internationalen Gästen und Tanzschaffenden aus der ganzen Republik zusammen.

Die Tanztriennale ist schon jetzt ein Erfolg, weil es der KSB und den Macher*innen der Tanztriennale gelungen ist, das Format der früheren Tanzkongresse produktiv und gesellschaftlich relevant zu transformieren. Die Tanzkongresse wurden zwischen 2006 und 2022 alle drei Jahre durch die KSB zunächst gefördert, dann durch die Stiftung selbst getragen.

Für die Tanzszene ist dieses große Forum essenziell als Ort des Austauschs, der Inspiration und des Perspektivwechsels.

Die Tanztriennale ist weniger Branchentreff, vielmehr eine weite Öffnung hin zum Publikum aller Generationen, aller Teile der Stadtgesellschaft. Im Forum „Collective Impact“ stehen Teilhabe, kollaboratives Arbeiten, der mentalen Gesundheit, der Care-Arbeit, Publikum, Nachhaltigkeit des künstlerischen Produzierens, Ausbildung und Tanzmedizin und – nicht zuletzt – der Politik für den Tanz im Fokus. Themen, welche die Tanzschaffenden verbinden, über Ästhetiken, Stile und Produktionsweisen hinweg.

 

Drängende Fragen auch, welche über die Kunstproduktion hinaus die Künstler*innen als Bürger*innen in unserer Gesellschaft reflektieren. Für die Tanztriennale haben sich Hamburg Ballett, Kampnagel und K3 Tanzplan Hamburg zusammengeschlossen – auch ein Zeichen für wachsenden Zusammenhalt in der Tanzszene, welcher nicht nur die Brücken zwischen freier Szene und den Ensembles an den Stadt- und Staatstheatern schlägt, sondern gleichermaßen urbane Tanzszene und diverse Tanzkulturen im Blick hat.

Es war ein sorgfältig erwogener Schritt der Kulturstiftung des Bundes, die Tanztriennale als kulturellen Leuchtturm neu zu etablieren. Dass es die Tanztriennale gibt, ist ein starkes Zeichen für den Tanz, für die künstlerischen Reflektion unserer Gegenwart, für bewegte Dialoge mit der diversen Stadtgesellschaft, für physische Diskurse ohne Sprachbarriere.

Dank gilt der Kulturstiftung des Bundes, der Freien und Hansestadt Hamburg und den weiteren Förderern wie auch den Trägern der Tanztriennale, ebenso den Kuratorinnen Gwen Hsin-Yi Chang und Monika Gillette, dem Team und den Künstler*innen dieser ersten Tanztriennale.

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Informationen zur Tanztriennale

www.tanztriennale.de

Foto: Paulo Pacheco