2016 hat Missy Mazzoli ihre Oper auf der Basis des gleichnamigen Films von Lars von Trier komponiert, jetzt erlebte das Werk am Staatstheater Mainz seine Premiere. Die junge Bess heiratet Jan, der auf einer Bohrinsel arbeitet. Als dieser nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist, verlangt er von seiner Frau, mit anderen Männern zu schlafen. Gegen ihren Willen und ihren Glauben fügt sich Bess und erleidet Misshandlungen, Vergewaltigung, schließlich stirbt sie. Das ist eine Art Erlösung für Jan, der nach ihrem Tod geheilt ist. Die Herausforderung, die ursprünglich filmische Handlung (mit spektakulären Landschaftsbildern bei Lars von Trier) auf die Bühne zu bringen, haben Regisseur Krystian Land und Bühnenbildnerin Annette Murschetz gut bewältigt. „Das Regieteam findet eindrucksvolle Lösungen, um die Geschichte bühnentauglich zu machen“, berichtet das Online Musik Magazin (OMM). „Die Figuren werden gut geführt, der Lichtregie von Aleksandr Prowalinski und Fredrik Wollek gelingen starke Bildeindrücke“, meint auch der Opernfreund. Und: „Die Männerstimmen des Chores imponieren als raue Gemeindemitglieder.“ Das OMM urteilt: „Im Orchestergraben leitet der Bonner GMD Dirk Kaftan das sehr präzise und nuanciert spielende Philharmonische Staatsorchester, das in kleiner, überwiegend solistischer Besetzung spielt.“ Und bilanziert: „Kein leichter, sondern ein großartig verstörender Opernabend.“ Das Foto (Andreas Etter) zeigt Julietta Aleksanyan als sowie den Herrenchor des Staatstheaters Mainz.








