Als „Revolutionsoper“ gilt Albert Lortzings Oper, die er im Revolutionsjahr 1848 schrieb. Die sozialen Unruhen dieser Zeit sind auch Inhalt von „Regina“. Die politische Brisanz des Werks führte dazu, dass sie lange nicht, später dann zensiert, aufgeführt wurde. Die Oper Leipzig feiert den Komponisten, Sängerschauspieler und Dirigenten Albert Lortzing in diesem Jahr mit einem Festival und einer Ausstellung. „Künstlerisches Glück und konzeptionelles Geschick“ attestiert die Deutsche Bühne der Inszenierung von Bernd Mottl. „Äußerst raffiniert fusionieren Mottl und der Bühnenbildner Friedrich Eggert die Zeitebenen Gründerzeit und Gegenwart“, so die neue musikzeitung (nmz), die moniert, dass nur fünf Aufführungen der so selten gespielten Oper im Spielplan stehen. Selten gespielt vielleicht, weil sie das „Image“ des Komponisten als leicht und romantisch stört? „Es gibt viel aufregende Musik zu hören, in Leipzig auf gutem Niveau dargeboten“, kommentiert das Online Musik Magazin. Und: „Prachtvoll singt der große und klangvolle, dabei nicht massig klingende Chor (Einstudierung: Thomas Eitler de Lint).“ Das bestätigt die nmz: „Der proaktiv mitmachende Chor (Leitung: Thomas Eitler-de Lint) ist ein wichtiger Mitspieler dieses vitalen Panoramas aus lohnabhängigen Streikenden, den gar nicht so gewalttätigen Opponenten und langweiliger Billig-Schickeria.“ Das Foto (Tom Schulze) zeigt Nora Lentner und den Chor der Oper Leipzig.








