20 Jahr Bühnen(fusion) Halle: Das wurde mit einem extrem selten gespielten Werk des von den Nationalsozialisten verfemten Franz Schreker gefeiert. Schreker schrieb selbst das Libretto, das einigermaßen konfus daherkommt, vielleicht der Grund dafür, dass sich fast keine Häuser daran wagen. In der Inszenierung von Nele Lindemann werde die Oper zu einer „entrückten (Alp-)Traumwelt, schreibt die Deutsche Bühne. Und: "Der Oper in Halle und da vor allem der Staatskapelle unter ihrem Generalmusikdirektor Fabrice Bollon ist ein Coup gelungen." Die neue musikzeitung (nmz) lobt die Initiative der Oper Halle, dieses Werk ins Programm zu nehmen: „Das ist an sich schon verdienstvoll. Aber sie machen es auch großartig! Vor allem Fabrice Bollon und die Staatskapelle Halle übertreffen sich selbst!“ Das Orchester sitzt auf der Hinterbühne und erzeugt dort „betörende Klänge“, so die nmz. Und: „Nele Lindemann (Regie), Zana Bosnjak (Ausstattung) und Piero Glina (Video) machen nicht den Versuch, diese symbolistisch mysteriöse Geschichte rational zu entschlüsseln oder in einen konkreten Kontext zu übersetzen, sondern sie lassen sich optisch auf das Mäandern der Klangwogen ein.“ „Frank Fladen hat den Chor überzeugend als außer Rand und Band geratenes Volk einstudiert“, findet die Deutsche Bühne. Und die nmz bilanziert: „Auch eine Art von Wunder, das die Oper bereithält.“ Das Publikum reagierte begeistert. Das Foto (Anna Kolata) zeigt Yulia Sokolik als die Graben-Liese.








