Walter Braunfels‘ Oper erlebte 1920 im Münchner Nationaltheater ihre Uraufführung und war ein viel gespieltes Werk auf deutschen Opernbühnen, bis sie von den Nationalsozialisten verboten wurde. Nun wurde sie am Hessischen Staatstheater Wiesbaden ins Programm genommen. Braunfels hatte sich zunächst an die Komödien-Vorlage von Aristophanes gehalten. Aber die politischen Entwicklungen in der Entstehungszeit seiner „Vögel“ veranlassten ihn, den zweiten Akt umzuschreiben. Insbesondere unter dem Eindruck der Räterepublik in München 1919 gab er seinem Werk einen tragischen Schluss. Die beiden demagogischen Volksverführer Ratefreund und Hoffegut kehren nach ihrem Misserfolg, in der Welt der Vögel den großen Reibach zu machen, in ihre Welt zurück. Regisseur Ersan Mondtag erzähle die Parabel auf einem Flughafen mit Anleihen an das politische Geschehen der Gegenwart, so das Theater – im Übrigen ganz ohne „echte Vögel“. „Der Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner Ersan Mondtag erfindet eine so reiche Bildersprache für die samt Versatzstücken und Figuren aus der antiken Mythologie eigenartig konzipierten Geschichte, dass es ständig etwas zu gucken gibt“, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Concerti berichtet: „Den Chor des Hauses motiviert Aymeric Catalano, sich vokal und spielerisch versiert ins turbulente Geschehen einzubringen. Paul Taubitz entlockt dem Hessischen Staatsorchester Opulenz und Finesse.“ Und die Frankfurter Rundschau meint: „Diese Oper muss man kennenlernen, hören, wieder hören. Endlich ist das auch hier möglich." Das Foto (Thomas Aurin) zeigt Josefine Mindus als Nachtigall, Sam Park als Wiedhopf, Hovhannes Karapetyan als Ratefreund, Young Doo Park als Adler , Richard Trey Smagur als Hoffegut und den Chor des Hessischen Staatstheaters.








