Übersetzt lautet der Titel von Giacomo Puccinis Oper „Das Mädchen aus dem Goldenen Westen“. Tatsächlich handelt es sich um eine „Wildwestoper“, mit der der Komponist „etwas Neues, Bewegendes und nie Gesehenes“ schaffen wollte. Uraufgeführt 1910 in der Metropolitan Opera verbindet das Werk Puccinis Musiksprache mit Elementen des Jazz und der Filmmusik. Dirk Schmedings Inszenierung konzentriert sich auf den filmischen Aspekt der Oper, Anspielungen zum Beispiel an Charlie Chaplins „Goldrausch“ werden deutlich. Um den Goldrausch geht es auch in der Oper, die in Amerikas Westen um 1850 spielt, in der Zeit, in der der Goldrausch seinen Höhepunkt erlebte. Die Bardame Minnie steht im Zentrum einer Männerwelt. „Über weite Strecken gelingt das ironische Wechselspiel zwischen Oper und Film gut, erscheint aber insgesamt doch etwas überfrachtet“, lesen wir im Online Musik Magazin (OMM), das außerdem von einer „beeindruckenden musikalischen Umsetzung“ berichtet: Der Opernfreund schreibt: „Hervorzuheben sind die detaillierte Einstudierung der vielen kleineren Partien und natürlich der große und äußerst schwierige Beitrag des Männerchors, der bei der Premiere noch einige Probleme im Zusammenspiel mit dem Orchester zeigte.“ „Klangprächtig, aber nicht lärmend, und nuanciert durchgestaltet singt der ausgezeichnete Herrenchor (Einstudierung: Bernhard Schneider)“, so das OMM. Und die Ruhrnachrichten meinen: "Die fantasievolle Neuinszenierung krönt die bisherige Essener Opernsaison." Das Foto (Alvise Predieri) zeigt Rainer Maria Röhr (Trin), Mykhailo Kushlyk (Harry), Tobias Greenhalgh (Sonora), Baurzhan Anderzhanov (Happy), Karel Martin Ludvik (Bello), Ido Beit Halachmi (Nick), Massimo Cavalletti (Jack Rance), und den Herrenchor des Aalto-Theaters.








