Das Hamburger Ballett setzt vorerst weiter auf eine Interims-Lösung. Wie die dortige Kulturbehörde mitteilte, hat der Aufsichtsrat der Staatsoper beschlossen, das derzeitige Leitungstrio bis zur Spielzeitmitte 2027 im Amt zu belassen. Eine kurzfristige Neubesetzung der Intendanz ist damit zunächst vom Tisch.
Nach dem Ausscheiden des bisherigen Ballettchefs Demis Volpi im Sommer 2025 hatte ein dreiköpfiges Team bestehens aus Nicolas Hartmann, Lloyd Riggins und Gigi Hyatt übergangsweise die Verantwortung übernommen. Diese Lösung wird nun verlängert: Die Compagnie wird weiterhin gemeinschaftlich geführt, während parallel die Suche nach einer dauerhaften künstlerischen Leitung vorangetrieben werden soll. In der aktuellen Struktur bleibt die organisatorische Leitung eng mit der künstlerischen Führung verzahnt. Auch die Ballettschule wird weiterhin interimistisch betreut. Ziel ist es, Stabilität zu sichern und gleichzeitig Raum für eine langfristige Neuausrichtung zu schaffen.
Aus der Kulturpolitik kommt Zustimmung für diesen Kurs. Die Verantwortlichen sehen in der bisherigen Arbeit des Teams eine gelungene Phase der Neuordnung, in der künstlerische Impulse und ein konstruktives Arbeitsklima wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt seien. Die Verlängerung der Übergangslösung soll nun die Basis dafür schaffen, die Compagnie weiterzuentwickeln und in Ruhe eine geeignete Nachfolge zu finden.








