"Das schlaue Füchslein" an der Berliner Staatsoper

„Diese Oper ist ein pantheistischer Hymnus, ein Hymnus auf die Schönheit der Natur. Gleichzeitig erzählt sie davon, wie sehr wir Menschen diese Welt zerstören – und wie unmittelbar und ehrlich Tiere darauf reagieren. Und es geht um verpasste Chancen, um verlorene Liebe und das schmerzhafte Scheitern menschlicher Beziehungen. Und all das in weniger als 95 Minuten. Das ist schlicht überwältigend.“ Das erklärt Simon Rattle, der Leoš Janáčeks Oper an der Berliner Staatsoper dirigierte, im Programmheft-Interview. Als ein Stück über den „ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen“ wird Janáčeks Werk häufig bezeichnet. Auf jeden Fall geht es um die Verwobenheit von Mensch und Tier. „Ted Huffman inszeniert die sehr tierreiche Oper so, dass Menschen hier Menschen spielen, die ihrerseits Tiere spielen. Die Brechtsche Verfremdungsabsicht geht auch auf“, hören wir im rbb. Insgesamt sei die Produktion schlüssig, findet die Deutsche Bühne. Und weiter: „Als wahrer Protagonist allerdings erwies sich das Orchester unter Sir Simon Rattle, das mit Zartheit, Delikatesse, feinsten Abstufungen, Glanz wie Straffheit das Wunder der ewigen Wiederkehr, der (hoffentlich!) Unverwüstbarkeit der Natur und ihrer Geschöpfe feierte.“ Die Berliner Morgenpost kommentiert: „Stimmlich brilliert das Ensemble auf hohem Niveau." Und das Fazit der FAZ lautet schlicht: „Was für ein schönes Erlebnis“! Das Foto (Monika Rittershaus) zeigt Vera-Lotte Boecker als Füchslein Schlaukopf, Anna Samuil als Hahn und den Staatsopernchor der Berliner Staatsoper.

Zur Premierenübersicht