"Faust" an der Bayerischen Staatsoper

Die Erzählung um den Gelehrten Faust, der sich auf einen Pakt mit dem Teufel einlässt, wurde vielfach erzählt, die berühmteste Fassung ist das Drama von Johann Wolfgang von Goethe. Auch musikalisch wurde der „Faust“ vielfach umgesetzt. Die bekannteste Oper ist sicher die von Charles Gounod, die jetzt an der Bayerischen Staatsoper gespielt wird. Nicht zuletzt dank seiner unvergänglichen Arien sei Gounods Faust“ zu der nach Georges Bizets „Carmen“ erfolgreichsten französischen Oper geworden“, schreibt die Staatsoper zur Einführung.  Gounods Librettisten Michel Carré and Jules Barbier haben Goethes Schauspiel recht frei umgesetzt. Die Perspektive auf religiöse Themen stehen hier im Zentrum. Regisseurin Lotte de Beer zeigt eine dunkle Szene, in der die Vorschläge des Méphistophélès auf Gehör stoßen. „De Beer gewinnt der ‚Grand opéra“ Intimes ab. Die Massenszenen, in denen der Staatsopernchor dank Christoph Heil seine neu erwachte Flexibilität und Homogenität beweist, geraten nicht ins Gewusel, sind wie das Zitat eines Kriegsalbtraums“, schreibt der Münchner Merkur. „Im Orchestergraben zaubert Nathalie Stutzmann mit sicherem Gespür für den großen romantischen Bogen satte Klangfarben voller Nuancen. Das Staatsorchester und der bestens agierende Chor folgen ihr genau, und davon profitieren auch die Sängerinnen und Sänger, sodass der Abend musikalisch höchst spannend wird und voll aufgeht“, so der Bayerische Rundfunk. Und die Neue Zürcher Zeitung findet: „Rein musikalisch markierte diese Premiere einen Höhepunkt in der bisherigen Staatsopern-Intendanz von Serge Dorny.“ Foto: Geoffroy Schied

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