Cottbus – Unter anerkennendem Applaus verabschiedete sich Stephan Märki am Sonntag, den 13. Juli, als Intendant des Staatstheaters Cottbus. Nach fünf Jahren an der Spitze des Hauses endete seine letzte Spielzeit mit einer finalen Vorstellung unter seiner Regie. Märki, der das Theater seit 2020/21 leitete, hatte sich entschieden, seinen zum Sommer auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.
„Mit 70 ist es Zeit, den Stab weiterzugeben – auch wenn Wehmut dabei ist“, sagte der Schweizer Theatermacher zuletzt in einem Interview mit der Lausitzer Rundschau. Ganz verabschieden will er sich von der Bühne aber nicht: Als nächstes plant er eine Inszenierung von Wagners Tristan und Isolde an der Nationaloper in Seoul.
Lob aus der Politik: Theater als Impulsgeber für Cottbus
Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) würdigte Märkis Wirken: „Der Strukturwandel macht Cottbus zu einer der spannendsten Städte in Deutschland – das liegt maßgeblich am Staatstheater und an seinem scheidenden Intendanten.“ Unter Märki sei das Theater wieder bundesweit sichtbar geworden, so Schüle bei der Abschiedsvorstellung.
Märki war zuvor unter anderem Intendant am Hans Otto Theater in Potsdam, Generalintendant des Deutschen Nationaltheaters in Weimar sowie Leiter des Stadttheaters Bern.
Zukunft des Hauses geregelt
Für die Spielzeit 2025/26 übernimmt Hasko Weber übergangsweise die künstlerische Leitung in Cottbus. Ab Sommer 2026 wird der Regisseur und Dramaturg Berthold Schneider das Amt übernehmen. Das Staatstheater Cottbus ist das einzige Vierspartenhaus Brandenburgs – mit Schauspiel, Oper, Konzert und Ballett.