Staatstheater Cottbus: Über eine Million Euro fehlen

In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben sich die Künstlergewerkschaften Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO) Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger (GDBA), Deutsche Orchetervereinigung (DOV) und ver.di zur Theaterfinanzierung im Land Brandenburg geäußert und die Einhaltung bestehender Tarifverträge gefordert. Unter der Überschrift „Über eine Million Euro fehlen“ begrüßen sie zunächst die neue Finanzierung der Orchester und Theater im Land Brandenburg. Allerdings hatte sich das Staatstheater Cottbus im November 2013 tarifvertraglich verpflichtet, spätestens zum 1. Januar 2020 alle Beschäftigten nach vollem Flächentarif zu bezahlen. Diese Verpflichtung erfolgte mit Zustimmung des Landes und des Stiftungsrates der Brandenburgischen Kulturstiftung. Die jetzt eingestellten Mittel reichen dafür immer noch nicht aus. „Das Land Brandenburg und die Stadt Cottbus sind jetzt gefordert, bis zum Ende des Jahres 2019 die noch fehlenden Mittel von über einer Million Euro einzustellen“, sagt Gerrit Wedel, stellvertretender VdO-Geschäftsführer. „Die Rückkehr zur Fläche war die Geschäftsgrundlage der vergangenen Verzichte der Beschäftigten. Die Politik ist es den Beschäftigten des einzigen Staats- und Mehrspartentheaters im Land Brandenburg schuldig, die tariflichen Vereinbarungen auch einzuhalten, pacta sunt servanda.“ Die komplette Pressemitteilung mit Zitaten aller Gewerkschaften finden Sie hier.